Ein herzliches Willkommen auf der Startseite des Steirischen Tiergesundheitsdienstes!

Von li: Obmann ÖR Josef Kowald, Obmstv. VR Dr. Josef Elmer, GF Dr. Karl Bauer

                          Hier finden Sie aktuelle Informationen des Vereins von über 220 Betreuungstierärzten, über 6500 Tierhalter sowie für alle Interessierte, denen die Sicherung der Gesundheit der steirischen Nutztierbestände und die Qualität tierischer Lebensmittel ein Anliegen ist! Unsere Mitglieder sind die Landwirtschaftskammer Steiermark, die Tierärzte-kammer-Landesstelle Steiermark sowie das Land Steiermark. Betreuungstierärzte und landwirtschaftliche Nutztierhalter sind Teilnehmer im TGD. Basis der Teilnahme ist die Betriebsnummer (LFBIS), durch die der Betrieb definiert wird!

Info zu LFBIS-/Betriebsnummer

Info zur Datenschutzgrundverordnung

Ein aktuelles Video zum TGD sehen Sie hier!

ACHTUNG: TGD-ZUSCHÜSSE SIND DE-MINIMIS relevant!

Die vom TGD gewährten Förderungen für Tierhalter sind agrarische De-minimis-Beihilfen. Alle im laufenden und in den beiden vorangegangenen Jahren ausbe-zahlten De-minimis-Beihilfen sind gem. VO (EG) 1408/2013  vom 18.12.2013 der Förderstelle zu melden. Eine TGD-Förderung kann nur gewährt werden, wenn in den letzten drei Jahren der Betrag von € 15.000.- nicht überschritten wird. Der Tierhalter ist zur Meldung im Falle einer Überschreitung der Beitragsgrenze und zur Rückerstattung von agrarischen De-minimis-Beihilfen, die zu Unrecht bezogen wurden, verpflichtet!

Zur Bedeutung des Tiergesundheitsdienstes

Der Tiergesundheitsdienst besteht in der Steiermark schon fast vier Jahrzehnte. Im Laufe der Zeit wurden die Sparten Rinder, Schweine, Geflügel, Schafe, Ziegen und Farmwild aufgebaut.  Erfreulich war die darauffolgende Entwicklung in ganz Österreich und die Zusammenarbeit aller anerkannten Gesundheitsdienste, deren oberste Instanz das Gesundheitsministerium ist. Tierärzten und Tierhalter arbeiten dabei spezielle Programme aus. Besondere Schwerpunkte liegen in der Hygiene und bei den vorbeugenden Maßnahmen, um Krankheiten gar nicht aufkommen zu lassen. Natürlich ist ein Fachwissen notwendig. Schulungen werden ständig sowohl bei den Tierärzten und Landwirten wahrgenommen. In Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium und den Veterinärbehörden gibt es auch Kontrollen bei den Landwirten und Tierärzten. Jegliche Behandlung und jeder Einsatz von Medikamenten muss dokumentiert werden um eine Nachvollziebarkeit zu gewährleisten. Ein Schwerpunkt ist die Verwendung von Antibiotika. Für die Verwendung solcher Mittel ist ein Antibiogramm, also eine stallspezifische Keimdiagnose, eine Voraussetzung. In der Mast gibt es keinen generellen Antibiotikaeinsatz. In Österreich ist der Einsatz von antibiotischen Wachstumsförderern verboten. Außerdem wird jetzt der Gesamtverbrauch jedes Betriebes ausgewiesen. Selbstverständlich werden auch natürliche Mittel, wie zum Beispiel Kren bei Husten eingesetzt. Sollte ein Tier krank sein, stellt der Tierarzt eine Diagnose und beginnt mit der Behandlung. In die weitere Behandlung kann der Landwirt einbezogen werden. Der Tiergesundheitsdienst mit all den Mitwirkenden ist bemüht, beste Voraussetzungen zu schaffen, dass die Tiere gesund bleiben und dem Ziel, dass die daraus erzeugten Lebensmittel rückstandsfrei sind. Die Konsumenten können Vertrauen zu uns haben und mit Freude und Appetit ein Schnitzel oder einen Schweinsbraten essen und Milch trinken. Die österreichische Herkunft gibt dazu die bestmögliche Sicherheit!

Ökonomierat Josef Kowald, Obmann des Steirischen Tiergesundheitsdienstes

(Weitere Infos unter Publikationen/Presseberichte)


2. Antibiotika-Symposium in der Steiermark!

Am 11.4.2018 fand das nun bereits 2. Symposium zum Antibiotika-Einsatz und -Resistenzen unter Moderation von Obmann ÖR Kowald und in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste am Steiermarkhof statt. Dabei betonte Gesundheits-Landes-rat Drexler die Wich-tigkeit eines ständigen interdisziplinären Austauschs. Trotz intensiver Beschäftigung und der Erarbeitung von Fakten sollte es auch zu Umsetzungen kommen, die von praktischer Bedeutung sind. Agrar-Landesrat Seitinger setzt im TGD auf Vertrauen, Sicherheit und Transparenz sowohl in der Produktion als auch im Qualitätsanspruch bis hin zum Konsumenten. In unserer kleinstrukturierten Landwirtschaft müssen viele Glieder ineinandergreifen und optimiert werden, um erfolgreich zu sein. In den Impulsreferaten betonte Frau Univ.-Prof. Dr. Grisold die international unterschiedlichen Hygiene- und Krankheitsrisiken in Verbindung zum Antibiotikaverbrauch, der in Österreich eher gering ist. Univ.-Prof. HR Dr. Köfer stellte dazu neueste weltweite Berechnungen und eigene Daten zum Einsatz von Antibiotika in Österreich vor. Präsident VR Dr. Obritzhauser ging in seinem Vortrag auf die Ergebnisse eines Projektes bei Milchkühen ein (ADDA) und betonte den Einsatz von kritischen Antibiotika bei Klauen- und Eutererkrankungen. In der unmittelbar anschließenden ersten Interviewrunde erklärten der praktische Arzt Dr. Sponner und der Betreuungstierart Dr. Schafzahl ihre Positionen. Nach der Präsentation der Aufgaben und Leistungen des TGD durch GF Dr. Bauer sprach Dr. Meister, Vizepräsident der Steirischen Ärztekammer, zum Thema „multiresistente Bakterien“ aus der Sicht der Klinik für Interne Medizin der Meduni Graz und nahm zu den aktuellen Entwicklungen Stellung. LK-Präsident Titschenbacher führte eine Standortbestimmung durch, betonte die Verantwortung und die Notwendigkeit in der Zusammenarbeit und von Weiterentwicklungen. Er plädierte für einen Antibiotika-Einsatz nur dort, wo es derzeit keine Alternativen gibt. ÖR Gruber (EZG Steir. Rind) und ÖR Tauschmann (EO Styriabrid) betrachteten die Gesundheitssituation jeweils aus ihren tierartlichen Blickwinkeln. Zusammenfassend wurde Folgendes festgestellt:

1. Neues Wissen muss auch in die Praxis Eingang finden.

2. Die Transparenz muss vom Hof über den Schlachthof bis zu den Konsumenten sichergestellt werden.

3. Die Konsumenten sollen über die Anwendung von Antibiotika vermehrt informiert werden.

4. Ziel soll es sein, alle Tierhalter in den TGD einzubinden.

5. Der TGD soll sich eher als „Brandverhüter statt Feuerlöscher“ verstehen.

Insgesamt war dieses Thema von großer Aktualität, da viele Grundlagen in der Steiermark mit Unterstützung des TGD erforscht und an einen breiten Interessentenkreis vermittelt wurden.                                                                                                             KB

Foto: List (v. li.: Sponner, Elmer, Reisecker, Kowald, Köfer, Grisold, Meister, Bauer, Obritzhauser und  Titschenbacher).

Pressetext Kühbeck 


Erfolgreicher Abschluss der Seminarreihe "Bestandsbetreuung!"

Am 14.2. fand in Übelbach die Abschluss-Veranstal-tung der auf 4 Jahre befristeten Seminar-reihe „Tierärztliche Bestandsbetreuung beim Rind“ in Kooperation mit der Klinik für Bestandsbe-treuung (Prof. Marc Drillich) statt, die aus Mitteln des TGD zu 50% kofinanziert wurde. Themen waren aktuelle Informationen über die laufenden Projekte zu Fruchtbar-keit, Herdenmanage-ment, Kälbergesund-heit, -grippe und Anti-biotikaeinsatz, die direkt von den zuständigen Forscher_innen vorgestellt wurden. Die Grundlagen der Bestandsbetreuung orientieren sich an einem ganzheitlichen Ansatz auf Betriebsebene, wo auch ökonomische Kriterien in strukturierte Arbeits- und Entscheidungs-findungsprozesse einbezogen werden. Erste Erkenntnisse kommen aus der Mikrobiom-forschung, die einen vertieften Einblick in die biologischen Abläufe und Pathomechanismen ermöglicht. ES geht nicht nur um Ursachenforschung, sondern um die Nutzung moderner diagnostischer Angebote zur Beurteilung des Risikos, das zu einer Erkrankung führt. Danach kann ein selektives Therapiekonzept zum Erfolg führen. Neue Informationen werden in Zukunft auch aus dem „Precision Livestock Farming“ erwartet, wo Sensoren elektronische Rohdaten liefern, die aufbereitet, analysiert und eine neue Definition von „Tiergesundheit“ ermöglichen werden. Wichtige Kriterien bei erhöhtem Automationsgrad werden die Betreuungszeit je Tier sowie Sachkompetenz und Kostenfaktoren am Betrieb sein. Die Qualität der Systeme wird so gut sein, wie es der dahinterliegende Algorithmus zulassen wird. Die Kälbergesundheit wurde anhand von eigenen Untersuchungen und einer bundesweiten Umfrage am Beispiel des Kälberdurchfalls vorgestellt. Dabei nahm die Testung der Kolostrumqualität eine wichtige Rolle ein, die mit dem (elektronischen) Brix-Refraktometer am besten gelingt. Davon wurden im Vorjahr vom TGD über 250 Stück an Tierhalter ausgeliefert. Anwenderorientierte Beiträge zum Einsatz von Antibiotika samt ihren Wirkungsmechanis-men und Resistenzverhalten wurden vorgestellt und die Rindergrippe als aktuelle Faktorenkrankheit behandelt. Insgesamt kann die Seminarreihe aus fachlicher Sicht über vier Jahre positiv bilanzieren und würde eine Fortsetzung benötigen. Die 2-tägigen Workshops mit praktischen Teilen in Beständen wurden mit der Almenlandpraxis Passail organisiert und formten über die Jahre ein überregionales Team von interessierten Tierärzt_innen, die von der Klinik für Bestandsbetreuung gut geschult wurden. Die praktische Umsetzung wird derzeit auch geprägt von überregionalen, professionellen Betreuungsalternativen bedingt durch noch vorherrschende Versorgungs- und Akzeptanzmängel vor Ort. Dies wird verbunden mit Arzneimittelabgaben und Durchführung von Routinetätigkeiten bzw. Programmen, die auch die lokalen Betreuungstierärzt_innen leisten könnten, wenn sie die Angebote des TGD intensiver nutzen und vermehrt auf systematische Bestandsbetreuung setzen würden.                                                                                                        KB 



    Der neue Link zur aktuellen, amtlichen Tierseuchensituation in der Steiermark:

    Einen aktuellen Überblick zur Entwicklung von Geflügelpest, Lumpy skin disease, Blauzungenkrankheit, usw. erhalten Sie über den Zugang www.verwaltung.steiermark.at/cms/ziel/126534820/DE/


    AKTUELL: Afrikanische Schweinepest in Ungarn ausgebrochen!

    Am 24.4.  wurde von Ungarn ein Fall von Afrikanischer Schweinepest bei einem Wildschwein bekanntgegeben! - Näheres unter:

    https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/tiere/krankheiten/asp_allg.html!

    Empfehlungen zur Freilandhaltung von Schweinen


    Antibiotikaresistenzen - Erste Tagung in Graz!

    Die Verhinderung der Zunahme von Antibiotikaresistenzen ist eine gemeinsame Heraus-forderung für die Veterinär- und Humanmedizin. Zu diesem Thema trafen sich erstmals auf Initiative des Tiergesundheitsdienstes die Mitglieder von Ärztekammer, Landwirtschafts-kammer, Tierärztekammer und dem Land Steiermark zu einem Abendsymposium am 28. März in Graz. Ziel war es, die jeweiligen Positionen und aktuellen fachlichen Entwicklungen darzustellen. Nur durch eine konzertierte Vorgehensweise aller Stakeholder kann es in Zukunft gelingen, die damit verbundenen Risiken für Mensch und Tier zu minimieren!        KB

    Vortrag Priv. Doz. Dr. Burkhard Springer

    Vortrag HR Univ. Prof. Dr. Josef Köfer

    Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Robert Krause

    Vortrag von VR Dr. Walter Obritzhauser

    Statement von VR Dr. Walter Obritzhauser

    Presseinformation zur Tagung

    Hier finden Sie die Bilder der Vortragenden (Fotos: Bauer, Schiffer):


    Förderung landwirtschaftlicher Investitionen

    "Eine Frage der Haltung!"

    In der neuen EU-Förderperiode wurde der Bereich der landwirtschaftlichen Erzeugung neu geregelt und ein Auswahlverfahren festgelegt, das auf die Erreichung einer entsprechenden Punkteanzahl abzielt. Darunter findet sich erstmals ein Kriterium für die Mitgliedschaft beim TGD mit der Möglichkeit, an österreichweiten Gesundheitsprogrammen teilzunehmen.

    Die Beilage zur Maßnahme 04 mit der Tabelle zu den Auswahlkriterien finden Sie hier!

    Nach Rücksprache ist bei Beantragung der gültige TGD-Teilnahmevertrag und die letzte Rechnung als aktueller Nachweis ausreichend. Ein Abruf oder die Nachfrage  zum tagesaktuellen Stand der Mitgliedschaft ist in der Geschäftsstelle in Ausnahmefällen durch die Förderstelle möglich! 


    Erstes E-Learning-Programm und Checklisten des TGD zum Thema "Biosicherheit!"

    Ab sofort bietet Ihnen der TGD in Zusammenarbeit mit dem Bildungspartner LFI ein E-Learning-Programm zum Thema "Biosicherheit" an. Dabei geht es um die Einhaltung hygienischer Voraussetzungen am Betrieb zur Verhinderung eines Krankheitsausbruches, die derzeit für viele Betriebe von aktueller Bedeutung sind.

    NEU: Für Berater und Betreuungstierärzte wird ein kostenloser Zugang angeboten, die Kosten für die Tierhalter übernimmt der TGD! Gerade durch die Prävention von Risikofaktoren kann ein Tierbestand am sichersten gesund erhalten werden!

    NEU: Zur freiwilligen Selbstevaluierung finden Sie die tierartenspezifische Checkliste unter der jeweiligen Tierart!

    NEU: Für Betreuungstierärzte besteht die Möglichkeit, an fachbezogenen Webinaren (Link: E-Learning!) teilzunehmen und die Kosten vom TGD rückerstattet zu bekommen, wenn die Teilnahmebestätigung und die Rechnung der Geschäftsstelle vorgelegt werden.

    NEU: Die beiden TGD-Webinare mit Dr. Ulrich Herzog  vom BMG werden als beispielhaft für beide Berufsgruppen empfohlen und die Teilnahmekosten vom TGD rückerstattet!

    NEU: Hier geht's zum Online-Fragebogen!

    Näheres zum E-Learning-Kurs finden Sie unter diesem Link!

    Hier finden Sie ein Videoscribe zum Thema "Paratuberkulose im Rinderbestand"

    Hier finden Sie ein Video zur PRRS-Ferkelimpfung!

    Der Biocheck-Test Schwein kann hier durchgeführt werden!


    Weiterbildungen für Betreuungstierärzte 2018

    Das Bild zeigt die Teilnehmer der Wieder-käuertagung vom 9.11.2016 in Übelbach:

     

     

     

     

     

     

    Hier können Sie ein Webinar zu Datenbereitstellungs- und Auswertungs-möglichkeiten für Tierärzte gratis absolvieren. Dieses ist auch als Einstieg für den RDV4vet empfehlenswert! Den Zugang finden Sie hier!

    Hier können Sie ein Video zur Bestandsbetreuung beim Rind sehen und ein Webinar buchen!

    Am 15.11. fand an der Vetmeduni Wien der diesjährige Antibiotikatag statt. Die Dokumentationen finden sie auf der Website der AGES-Akademie! 

    Am 8. März fand in Salzburg das jährliche ZAR-Seminar zum Thema "Brennpunkt Eutergesundheit und Antibiotikaeinsatz" statt, wo die Ergebnisse des ADDA-Projektes präsentiert werden. Die Vorträge sind über die Website www.zar.at abrufbar!


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